Zahnärztliche Praxis

Prof. Dr. Karl-Heinz Friedl und Dr. Katrin Friedl*

Kariesinfiltration und Minimal-invasive Füllungstherapie

Unter Kariesinfiltration versteht man das Aufhalten eines kariösen Defektes durch Infiltrieren eines sehr dünnfließenden Kunststoffs in die durch Karies demineralisierte Zone des Zahnes (ICON).

Ist dieses Vorgehen nicht mehr möglich, weil der Defekt schon zu weit fortgeschritten ist, so sollten die kariösen Defekte so klein wie möglich und nur so groß wie unbedingt nötig, versorgt werden. Diese Wiederherstellung erfolgt mit modernen, zahnfarbenen Füllungskunststoffen.

Dabei spielt die Auswahl der richtigen Konsistenz des Werkstoffes, des richtigen "Klebers", sowie der präzisen, meist schichtweisen Verabeitung sowohl für die Füllungsästhetik als auch für den Langzeiterfolg eine entscheidende Rolle.

Da diesen Werkstoffen ab einer gewissen Defektgröße Grenzen bezüglich ihrer Stabilität und Haltbarkeit gesetzt sind, kommen bei größeren Defekten eher keramische Restaurationen in Form von Einlagefüllungen (Inlays) oder Teilkronen in Frage.